Qualitätsoffensive Lehrerbildung - Professionalisierungsbereich Digitale Medien

 

Mit der gemeinsam gestalteten "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" haben Bund und Länder einen bedeutsamen Beitrag für die Lehrerbildung in Deutschland geleistet. Mit einer Fördersumme von ca. 500 Mio. Euro unterstützt das Bundesministerium für Bildung und Forschung ausgewählte Hochschulen dabei, die Umsetzung der Lehrerbildung nachhaltig zu verbessern. In der ersten Förderphase werden 49 Projekte umgesetzt (Kurzbeschreibungen der förderwürdigen Projekte), an denen 59 Hochschulen mitwirken.

Die RWTH Aachen gehört mit ihrem Konzept „Gemeinsam verschieden sein – Lehrerbildung an der RWTH Aachen“ zu den drei Hochschulen aus Nordrhein-Westfalen, deren Projekte gefördert werden. Im Rahmen einer intensiven Stärken-Schwächen-Analyse wurde in einem kooperativen, breit aufgestellten Diskussionsprozess herausgearbeitet, welche zentrale Herausforderungen in der Lehrerbildung zu bewältigen sind. Mit dem Konzept „Gemeinsam verschieden sein“ werden die drei Dimensionen Heterogenität in Bildungs- und Professionalisierungsprozessen, Stärkung des Praxisbezugs und der Professionalisierung sowie Supportstrukturen für die Gesamtheit der Lehrerbildung miteinander verknüpft.

Die Auseinandersetzung mit digitalen Medien stellt ein Element im fächerübergreifenden Professionalisierungsbereich des Masterstudiums dar. Im Professionalisierungsbereich "Digitale Medien" werden verschiedene Angebote für Lehramtsstudierende und Lehrkräfte konzipiert und angeboten. Die Verantwortung für diesen Bereich übernimmt Christiane Rust vom Institut für Erziehungswissenschaft.

Förderlaufzeit des Projekts "Gemeinsam verschieden sein - Lehrerbildung an der RWTH Aachen" (LeBiAC): 01.06.2015 bis 31.12.2018

 

Professionalisierung Digitale Medien


Angesichts der aktuellen technischen und gesellschaftlichen Entwicklungen ist davon auszugehen, dass der Einsatz digitaler Medien im schulischen Kontext an Bedeutung gewinnen wird. Dementsprechend ist es notwendig geworden, angehende Lehrkräfte in diesem Bereich zu schulen. Aus diesem Grund werden ergänzend zu den medienbezogenen Lehrveranstaltungen im bildungswissenschaftlichen Studium im Rahmen des Fächerübergreifenden Professionalisierungsbereichs entsprechende Lehrangebote zum Medieneinsatz in der Schule gemacht. Im Rahmen dieser Kurse, die sowohl an Lehramtsstudierende des Bachelor- und des Masterstudiengangs als auch Studierende des auslaufenden Staatsexamens adressiert sind, werden den TeilnehmerInnen anhand von praktischen Beispielen und eigenständigen Erprobungen jene Fähigkeiten vermittelt, die für den schulischen Einsatz notwendig sind. Die Förderung medienpädagogischer und mediendidaktischer Kompetenzen wird dabei im Einklang miteinander stehen.

 

Veranstaltungen

Weitere Infos in Kürze ...

 

Vorträge

- an dieser Stelle werden wir regelmäßig über aktuelle Fachvorträge zum Thema "Digitale Medien" informieren -

 

Aktivitäten

iPad RWTH

Fortbildung in Jülich - Einsatz von Tablet-PCs zur praxisorientierten Prävention von Cybermobbing

Am 7. September 2015 waren wir zu Gast am Gymnasium Zitadelle Jülich, um unser Workshop-Konzept zum Thema "Cybermobbing" vorzustellen. Einzelne Lehrkräfte waren auf unser Projekt aufmerksam geworden und hatten großes Interesse daran, dieses Konzept kennenzulernen und gleichzeitig auch interessierten Schülerinnen und Schülern zu präsentieren. Dahinter steckt die Idee, dass die älteren Schülerinnen und Schüler im Sinne eines Peer-to-Peer-Ansatzes zukünftig Workshops zum Thema "Cybermobbing" mit jüngeren Schülerinnen und Schülern durchführen.
Unsere Aufgabe bestand diesmal also nicht darin, einen Projekttag zu begleiten, der von Lehramtsstudierenden durchgeführt wird (vgl. Projektbeschreibung). Vielmehr mussten wir nun im Rahmen der "Qualitätsoffensive Lehrerbildung - Professionalisierungsbereich Digitale Medien" selbst als Workshopleiter agieren. Dabei haben wir aber nicht einfach die verschiedenen Übungen durchgeführt, sondern stets auch thematisiert, warum welche Übung angewendet wird und welches Lernziel damit verbunden ist. Auf diese Weise lernten die Lehrer und Schülervertreter des Gymnasiums Zitadelle Jülich nicht nur verschiedene Übungen und Methoden kennen, sondern erhielten auch gleichsam noch einen Einblick in die methodische Planung.
Besonders spannend war für die Schülerinnen und Schüler die Arbeit mit den Tablets. Sie bestätigten auch abschließend unsere Einschätzung, dass der Einsatz dieses digitalen Lerninstruments zu einer besonderen Aufmerksamkeit aufseiten der Schülerinnen und Schüler führt. Und somit haben wir die berechtigte Hoffnung, dass unser Konzept (in abgewandelter Form) zukünftig auch in Jülich zum Einsatz kommt.


Social Media im Sozialkunde-/Politikunterricht - Probleme und Möglichkeiten

Die Bundeszentrale für politische Bildung gehört im Bildungsbereich zu den wichtigsten Ansprechpartnern, wenn es um politische Bildung in der Schule geht. Und so verwunderte es nicht, dass die Konferenz "Kriege und Konflikte - Schule zwischen medialer Meinungsbildung und dem Anspruch politischer Bildung" trotz der überaus sommerlichen Temperaturen auf große Resonanz stieß. Aus dem gesamten Bundesgebiet waren Lehrkräfte und Bildungsreferenten angereist, um sich zu aktuellen Fragestellungen auszutauschen.
Im Mittelpunkt stand die Frage, wie sich Heranwachsende im digitalen Zeitalter Informationen über Krisen und Konflikte beschaffen und wie sie die unterschiedlichen Quellen bewerten. Angesichts der Vielzahl an Informationsquellen und dem Vorwurf der Meinungs-Manipulation gegenüber verschiedenen Medien erscheint eine Thematisierung im Unterricht unerlässlich. Es gilt, die Rolle der Medien näher zu betrachten. Allerdings wirft dies die Frage auf, wie dies umgesetzt werden kann. Die KMK/bpb-Kooperationstagung suchte am 12. und 13. September 2016 Antworten auf diese Fragen.
Im Rahmen des Workshops "Social Media im Sozialkund-/Politikunterricht" konnte ich gemeinsam mit den TeilnehmerInnen erörtern, wie Social Media-Anwendungen wie Twitter, Facebook aber auch YouTube im Unterricht genutzt werden können, um aktuelle Diskurse und Diskurskulturen nachzuvollziehen und einzuordnen. Ein wesentlicher Punkt war hierbei die Frage, ob und inwieweit Heranwachsende dazu motiviert und angeleitet werden können/müssen, sich selbst aktiv an Diskussionen zu aktuellen politischen Konflikten/Themen zu beteiligen.
Im Sinne der "Qualitätsoffensive Lehrerbildung - Professionalisierungsbereich Digitale Medien" fand bei der Konferenz in Berlin ein spannender Austausch mit erfahrenen Lehrkräften statt, der auch für weitere Angebote an der RWTH Aachen für unsere Lehramtsstudierende nutzbar gemacht werden kann.

 

Ansprechpartnerin

Christiane Rust, M.A.
RWTH Aachen, Institut für Erziehungswissenschaft
Qualitätsoffensive Lehrerbildung an der RWTH Aachen – Professionalisierungsbereich Digitale Medien
Web: https://www.qualitaetsoffensive-lehrerbildung.de/de/projekte.php?D=15&M=445#dtl
Mail: professionalisierung.medien@rwth-aachen.de
Eilfschornsteinstraße 7, 52056 Aachen
Tel.: +49 (0)241 80 93598

  Logo BMBF

Das Projekt "LeBiAC - Gemeinsam verschieden sein" wird im Rahmen der gemeinsamen "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" von Bund und Ländern aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert.