Forschung

 

Aktuelle Forschungsprojekte

 

Multimediale E-Books in der Hochschullehre – Ein interdisziplinäres Blended-Learning-Konzept

Projektleitung: Prof. Dr. Sven Kommer, Prof. Dr. Stella Neumann (Lehrstuhl für Anglistische Sprachwissenschaft)
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: Christiane Rust, M.A., Jennifer Fest (Lehrstuhl für Anglistische Sprachwissenschaft)

Mit der zunehmenden Digitalisierung der Lebens- und Lernwelten bedarf es der Entwicklung und Erprobung digitaler Lernmedien, die bisherige Settings sinnvoll erweitern. Die aktuellen mobilen Geräte mit ihren vielfältigen Möglichkeiten der Medienintegration (Text/ Audio/ Video), Vernetzung und Interaktivität sind technische Innovatoren, deren Potenzial auf der inhaltlichen Ebene in der Hochschullehre bei weitem noch nicht genutzt wird. Neben einigen pragmatischen Gründen wie Platz- und Gewichtsersparnis können bspw. E-Books ein Thema u.a. durch Videos oder Audios veranschaulichen. Besonders für Seminare und Prüfungen erlaubt dies eine optimale Vor- und Nachbereitung. Das in Kooperation des LFG Allgemeine Didaktik und des Lehrstuhls für Anglistische Sprachwissenschaft geplante Projekt „Multimediale E-Books in der Hochschullehre – ein interdisziplinäres Blended-Learning-Konzept“ trägt in doppelter Weise zum innovativen Einsatz von E-Books in der Lehre bei: Demnach wird auf der didaktischen Seite das Einführungswerk der englischen Linguistik „Descriptive English Linguistics“ in einem Seminar des Bereichs „Neue Medien“ der Lehramtsausbildung so konzipiert, dass dessen Inhalt, mit Unterstützung von einer Hilfskraft im Bereich Anglistik, in Teilen entzerrt, medial mit Video-und Audiodateien aufbereitet und einfacher veranschaulicht wird. Anschließend wird eine stetige Nutzung des multimedialen E-Books zur Vor- und Nachbereitung in den nachfolgenden Einführungsveranstaltungen der anglistischen Sprachwissenschaft angestrebt.

Das interdisziplinäre Projekt „Multimediale E-Books in der Hochschullehre – Ein interdisziplinäres Blended-Learning-Konzept“ verfolgt zwei zentrale Ziele:

  • Nachhaltige Erstellung einer exemplarischen E-Book-Version von Teilen des bisher rein textbasierten Einführungswerks „Descriptive English Linguistics“ (Meyer 2008) der Anglistischen Sprachwissenschaft zur verbesserten Nutzung seitens der Studierenden in den einschlägigen Lehrveranstaltungen.
  • Förderung der didaktischen und technischen Medienkompetenz von Lehramtsstudierenden bei der Konzeptionierung, Erstellung und Evaluation des E-Books.

Weblog: https://blog.rwth-aachen.de/ebooks/

 

Populäre Mittelalter-Konstruktionen in der deutschen ‚Mittelalter-Szene‘ (DFG-Forschergruppe)

Projektleitung: Prof. Dr. Sven Kommer
Mitarbeiterin: Dipl. päd. Kristina Wacker (Hilfskraft)

Das Forschungsvorhaben untersucht mit der 'Mittelalter-Szene' (im Sinne eines thematisch fokussierten Netzwerks von Personen) eine populäre Gegenwartskultur, die aufgrund ihrer thematischen Formierung auch als eine an historischen Lebenswelten orientierte Wissenskultur verstanden werden kann. Die von der subjektiven Sicht und den Sinnkonstruktionen der Szeneangehörigen ausgehende Untersuchung soll dabei beispielhaft aufzeigen, wie in den Medien popularisierte Wissenskonstruktionen ('Mittelalter') von einer Rezipientengruppe für Sinnstiftungsprozesse und die eigene Konstruktion von Wissen – und somit auch zur Generierung einer Wissenskultur – genutzt werden. 'Szeneangehörige' meint dabei Personen, die aktiv an der Gestaltung von Mittelaltermärkten und anderen (auch internen) Events beteiligt sind. Besucher entsprechender Veranstaltungen sind nicht Gegenstand der Untersuchung.
In Anlehnung an eine etablierte Tradition medienpädagogischer Forschung werden dabei Elemente der Jugendforschung und der Medienforschung zusammengeführt und um kulturwissenschaftliche Elemente erweitert. Neben einer (qualitativen) Befragung von Szeneangehörigen (Einzel- und Gruppeninterviews) werden die im Rahmen der Befragung identifizierten besonders relevanten Medien und Medieninhalte (Literatur, Zeitschriften, Filme und Computerspiele) auf die dort vorfindlichen Konstruktionen und Klischees von 'Mittelalter' hin analysiert.
Die Zusammenführung von Rezipientenbefragung und Medienanalyse ermöglicht in einem abschließenden Schritt eine Beschreibung und Analyse von Popularisierungsprozessen in einem ausgewählten Feld.

 

Lehrer in der digitalen Welt. Einsatz von Tablet-PCs zur praxisorientierten Umsetzung des innovativen Konzepts ‚Lernen durch Gestalten‘

Projektleitung: Prof. Dr. Sven Kommer
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: Dr. Thorsten Junge, Christiane Rust M.A.

Ausgehend von Lehrveranstaltungen, die vom Lehrgebiet im Rahmen des Moduls FIIIc (‚Neue Medien‘) verantwortet werden, wird der Einsatz von Tablet-PCs in der Lehramtsausbildung im Rahmen von studentischen Praxisprojekten zum Thema ‚Cyber-Mobbing‘ erprobt. Die Studierenden werden mit leicht umsetzbaren Konzepten vertraut gemacht. Grundlage ist das mediendidaktische Konzept ‚Lernen durch Gestalten‘. Die Studierenden erproben für ihr zukünftiges Berufsfeld relevante Konzepte der Medienbildung und Mediendidaktik. Dabei werden sowohl die notwendigen medienpädagogischen wie auch medientechnischen Kompetenzen handlungspraktisch vermittelt.
Die zukünftigen Lehrkräfte erwerben u.a. Kompetenzen im Bereich der didaktisch orientierten digitalen Audio-, Video- und Bildbearbeitung, um medienspezifische Themen mittels digitaler Medien im Unterricht zu bearbeiten. Tablet-PCs werden damit v.a. als multifunktionale Gestaltungstools genutzt.
Zugleich zielt das Projekt darauf ab, bei den Lehramtsstudierenden ein vertieftes Problembewusstsein bezüglich der Risiken der Mediennutzung zu entwickeln. Das Thema ‚Cyber-Mobbing‘ ist mit seiner gesellschaftlichen Aktualität hierfür besonders gut geeignet.

Weblog: http://blog.rwth-aachen.de/ets-cybermobbing/

Projektbeginn: Winter 2013

 

Leseanforderungen in gewerblich-technischen Bildungsgängen als Basis für die Entwicklung adressatenspezifischer integrierter Konzepte zur Förderung von Lesestrategien

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: Dipl.-Gwl. Christina Keimes, Dr. Volker Rexing
Beraterin: Univ.-Prof. Dr. Birgit Ziegler

Bisherige empirische Befunde im Kontext von Lesekompetenzförderung in der beruflichen Bildung zeigen eine geringe Wirksamkeit entsprechender Förderkonzepte an. Als bedeutend für die unzureichende Effizienz der Förderbemühungen hat sich insbesondere die problematische motivationale Einstellung der Berufsschüler/innen zum Lesen erwiesen. Offensichtlich gelingt es nicht, Schüler/innen die berufsspezifische Relevanz von Lesekompetenz zu verdeutlichen. Als ein zentrales Ergebnis bisheriger Forschung muss folglich der Bedarf an Förderkonzepten mit Bezug zu authentischen beruflichen Anforderungssituationen formuliert werden. Insofern besteht eine zentrale Zielsetzung des Projekts zunächst darin, die konkrete Relevanz von Lesekompetenz in beruflichen Handlungssituationen zu erfassen. Eine darauf basierende Fragestellung ist die Genese eines entsprechenden berufsspezifischen Förderkonzepts, dessen Wirksamkeit im Rahmen einer Interventionsstudie evaluiert werden soll.

Das Projekt wurde 2010 von Univ.-Prof. Dr. Birgit Ziegler initiiert und ist seitdem im Lehr- und Forschungsgebiet Didaktik der schulischen und beruflichen Bildung im technischen Bereich verortet.

 


Abgeschlossene Projekte: