Forschung

 

Digitale außerschulische lern- und bildungsbezogene Handlungspraxen von Jugendlichen (DAB-J)

Projektleitung: Prof. Dr. Sven Kommer
Projektkoordination: Dr. Ilona Cwielong
in Kooperation mit dem Lehr- und Forschungsgebiet Fremdsprachendidaktik, Leitung Prof. Dr. Frauke Intemann
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter:Laura Stein, Jana Metz, Yasmin Willner (SHK) und Lea Raczkowski (SHK)

Das Verbundprojekt „Digitale außerschulische lern- und bildungsbezogene Handlungspraxen von Jugendlichen“ untersucht in vier Teilprojekten interdisziplinär und triangulativ digitale außerschulische lern- und bildungsbezogene Handlungspraxen von Jugendlichen, bezogen sowohl auf schulisch-curriculare Gegenstände und persönliche Berufsorientierung als auch auf den Erwerb von interessensbasiertem Wissen und Kenntnissen oder Lernprojekten in der Freizeit.

Die Zusammenstellung des Projektverbundes mit Mitgliedern aus Allgemeiner Didaktik, Medienpädagogik, Kommunikations- und Medienwissenschaft und Fachdidaktik ermöglicht einen umfassenden Blick auf Erklärvideos und Tutorials, wie sie insbesondere auf YouTube zu finden sind und von Jugendlichen in großem Umfang und nahezu alltäglich genutzt werden. Ergänzend werden inhalts- und lernspezifische Medien- und Kommunikationsrepertoires untersucht, um die Vielfalt der individuellen und gemeinschaftlichen Praxen Jugendlicher beim außerschulischen Lernen zu beschreiben und zu analysieren.

Die gemeinsame Nutzung der Ergebnisse verschiedener Arbeitspakete und die interdisziplinäre Arbeit mit den jeweils fachtypischen Forschungsmethoden ermöglicht eine echte mehrperspektivische und methodisch durch Triangulation unterfütterte exemplarische Untersuchung der Veränderung des Lern- und Rezeptionsverhaltens Jugendlicher an den Schnittstellen von formalen und non-formalen Bildungsangeboten. Die empirischen Untersuchungen legen dabei in diesem Feld erstmalig die Grundlagen für eine datengestützte Analyse der veränderten Rahmenbedingungen für das Bildungssystem und ermöglichen so eine evidenzbasierte Beschreibung von Veränderungsbedarfen in diesem. Hierzu werden Leitlinien und Empfehlungen erarbeitet, die sich aus den Ergebnissen der Studie speisen und die Bedarfe der verschiedenen Interessengruppen, sowohl auf Seiten der Jugendlichen wie auch auf Seiten der beteiligten Fachdisziplinen, berücksichtigen.