Aktuelles

 

Aachener Abendgespräche zur schulischen Inklusion - Wintersemester 2021/22

(Alle Vorträge finden über ‚Zoom‘ statt. Die Veranstaltungen werden aufgezeichnet. Eine Anmeldung ist erforderlich.)

Die Aachener Abendgespräche zur schulischen Inklusion sind inzwischen ein fest etabliertes Format, das neben spannenden Vorträgen auch die Möglichkeit des Austauschs und der Diskussion bietet. Dabei werden sowohl Themen im Bereich des engen als auch des weiten Inklusionsbegriffes aufgegriffen.

Rassismus als pädagogische Herausforderung

Donnerstag, 4. November 2021, 18:30 – 20:30 Uhr, Zoom
Prof. Dr. Aladin El-Mafaalani (Universität Osnabrück)

Informationen zur Anmeldung folgen.

In mehrfacher Hinsicht stellt Rassismus eine pädagogische Herausforderung dar, etwa als curricularer Unterrichtsgegenstand oder als Problem innerhalb der Schule, etwa im Klassenzimmer (also insbesondere zwischen Lehrkraft und Kindern), auf dem Pausenhof (insbesondere zwischen den Kindern) oder im Lehrerzimmer (zwischen den Lehrkräften). Vor diesem Hintergrund wird im Vortrag u.a. gefragt: Warum wird das Themenfeld heute so relevant? Was lässt sich im Hinblick auf pädagogische Professionalität daraus ableiten? Welche weiteren Anforderungen werden an die pädagogischen Institutionen in den nächsten Jahren gestellt?

Aladin El-Mafaalani ist seit Juli 2019 Professor für Erziehungswissenschaft und Inhaber des Lehrstuhls für Erziehung und Bildung in der Migrationsgesellschaft an der Universität Osnabrück. Gleichzeitig betreut er als Beauftragter des NRW Ministeriums für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration die "Koordinierungsstelle für muslimisches Engagement in NRW" und ist Mitglied des Beirats für Teilhabe und Integration des Landes NRW.

(Inklusive) Pädagogik bei Sehbeeinträchtigungen

Dienstag, 7. Dezember 2021, 18:30 – 20:00 Uhr, Zoom
Prof. Dr. Dino Capovilla (Julius-Maximilians-Universität Würzburg)

Informationen zur Anmeldung folgen.

Wie funktioniert eigentlich unsere visuelle Wahrnehmung und was bedeutet vor diesem Hintergrund eine Beeinträchtigung des Sehens? Wie gelangen blinde Kinder zur Vorstellung eines Tigers, den der Großteil der Menschen lediglich aus den visuellen Medien kennt? Wie und wie gut funktioniert gemeinsames Lernen im Kontext Sehbeeinträchtigung? Diese und ähnliche Fragen werden in der Vorlesung erarbeitet und mit biografischen Blitzlichtern aus dem Leben von Menschen mit Sehbeeinträchtigungen verbunden.

Prof. Dr. Dino Capovilla (*1979) studierte Informatik und Philosophie in München und Hagen und war mehrere Jahre als Lehrer für Mathematik und Informatik in Südtirol und Deutschland tätig. 2015 promovierte er mit einer inzwischen mehrfach ausgezeichneten Doktorarbeit und folgte 2016 einem Ruf an die Humboldt-Universität zu Berlin auf die Juniorprofessur für Pädagogik bei Beeinträchtigungen des Sehens. Seit 2020 lehrt und forscht er an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Er konzentriert seine Forschungsaktivitäten auf die Analyse der Lebensbedingungen behinderter Menschen in der Tradition der Behindertenbewegung, auf Teilhabe durch Technologie und interdisziplinäre didaktische Ansätze im gemeinsamen Unterricht.

Körperpädagogik. Inklusion/Exklusion durch Biopolitik

Dienstag, 18. Januar 2022, 18:30 – 20:00 Uhr, Zoom
Prof. Dr.in Kirsten Puhr (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)

Informationen zur Anmeldung folgen.

In meinem Beitrag werde ich das Thema Biopolitik als Teil hegemonialer Vorstellungen menschlichen Lebens (historisch und aktuell) zur Diskussion stellen. Auf eine Positionierung zu Verletzlichkeit und Prothese hin, spreche ich mit einem Verständnis von Körper und Behinderungen als kontingente kulturelle Konstruktionen und den damit verbundenen gesellschaftlichen wie pädagogischen Praxen.

Prof.in Kirsten Puhr ist Erziehungswissenschaftlerin und leitet seit Oktober 2019 den Arbeitsbereich „Allgemeine Inklusionspädagogik“ sowie den Arbeitsbereich „Körperpädagogik“ an der Martin-Luther-Universität Halle. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Kulturelle Praktiken und materielle Kulturen als Akteure kontingenter Normalitäten von (Nicht)Behinderungen, Inklusion und Exklusion sowie (Nicht)behinderte Körperbilder als Vor- und Darstellungen von Behinderungen.

Zielgruppe: Wissenschaftler*innen und Dozierende, (angehende) Lehrer*innen, Schulleiter*innen, Pädagog*innen, Eltern und weitere Interessierte.

Kontakt:
Vanessa Ohm/ Dr. Meike Penkwitt
Lehr- und Forschungsgebiet Heterogenität
RWTH Aachen University
Institut für Erziehungswissenschaft
Eilfschornsteinstraße 7
52056 Aachen

Die Aachener Abendgespräche werden mit Unterstützung des Lehrerbildungszentrums der RWTH durchgeführt.

Das Programm zum Download: AachenerAbendgespräche_WiSe2021.pdf

Folgend finden Sie das Veranstaltungsprogramm der letzten Semester:

AachenerAbendgespraeche_SoSe2021.pdf

AachenerAbendgespräche_WiSe2020.pdf

AachenerAbendgespräche_SoSe2020.pdf

AachenerAbendgespräche_WiSe2019.pdf

AachenerAbendgespräche_SoSe2019.pdf

AachenerAbendgespräche_Wise2018.pdf

AachenerAbendgespräche_SoSe2018.pdf

AachenerAbendgespräche_WiSe2017.pdf


 

LeBiAC

Logo von LeBiAC Urheberrecht: © BMBF

Die Aachener Abendgespräche zur schulischen Inklusion sind Teil der Projekts „Gemeinsam verschieden sein in einer digitalen Welt – Lehrerbildung an der RWTH Aachen (LeBiAC)“, das im Rahmen der gemeinsamen „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ von Bund und Ländern aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unter dem Förderkennzeichen 01JA1813 gefördert wird.

  Logo des Bundesministeriums für Bildung und Forschung Urheberrecht: © BMBF

 

Zeitlichkeit und die Auswirkungen der Covid-19 Pandemie

Abendgespräch im Videokonferenzformat am 27. Mai von 19.00 – 20.30 Uhr in Zoom.


Anmeldung zum Abendgespräch.

Zoom-Link: https://rwth.zoom.us/j/97312298143?pwd=VFovMmVVSERjelRhK3N0L01ZSE1nZz09

Ausgerichtet wird das Gespräch durch das DFG-Netzwerk „Jung sein – älter werden: Zeitlichkeiten im Wandel“ und moderiert durch Prof. Dr. Sina-Mareen Köhler an der RWTH Aachen. Die Veranstaltung nimmt die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie in den Blick, die für viele Bevölkerungsgruppen Veränderungen der Zeitorganisation und des Zeitgefühls mit sich gebracht haben. -Nach einem jeweils 10-minütigen Statement von drei Wissenschaftler*innen aus unterschiedlichen Disziplinen und einem daran anschließenden Gespräch soll die Diskussion für alle Teilnehmenden geöffnet werden. Im Fokus stehen dabei die mit den Auswirkungen der Pandemie einhergehenden (verschärften) In- und Exklusionsmechanismen verschiedener Lebensalter, Lebenslagen und Lebensweisen.

Miteinander ins Gespräch gehen…

1) Prof. Dr. Mark Schweda (Universität Oldenburg) wird sich auf die Auswirkungen der Pandemie auf Personen höheren Alters beziehen. Seit Dezember 2018 leitet Prof. Dr. Schweda die Abteilung für Ethik in der Medizin am Department für Versorgungsforschung der Fakultät VI – Medizin und Gesundheitswissenschaften der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Prof. Dr. Schweda beschäftigt die Bedeutung der modernen Medizin und Technologie für unser Selbstverständnis und unsere Lebensentwürfe. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Fragen des Alterns, des Lebensverlaufs und der menschlichen Zeitlichkeit im Allgemeinen. https://uol.de/medizinethik/mitarbeitende/prof-dr-mark-schweda

2) Dr. Severine Thomas (Universität Hildesheim) ist Mitarbeiterin der JuCo 1 und 2 Studie und wird sich mit den pandemiebedingten Veränderungen des Lebensalltages von Jugendlichen beschäftigen. Tätig ist Severine Thomas seit 2012 am Institut für Sozial- und Organisationspädagogik der Universität Hildesheim. Ihre Arbeits- und Forschungsschwerpunkte beziehen sich u.a. auf die Kinder- und Jugendhilfe, Leaving Care - Übergänge aus stationären Erziehungshilfen ins Erwachsenenleben, Bildungschancen von Care Leavern, Beteiligung und Kinderrechte, Partizipative Forschung und Jugendhilfe in der DDR. https://www.uni-hildesheim.de/fb1/institute/institut-fuer-sozial-und-organisationspaedagogik/team/mitarbeiterinnen/dr-severine-thomas/ .

3) Dr. Elisabeth Kirndörfer (Universität Bonn) wird sich auf junge Geflüchtete beziehen. Nach einer Beschäftigung im DFG-geförderten Forschungsprojekt „Postmigrantische Stadt“ am Leibniz Institut für Länderkunde in Leipzig, arbeitet sie aktuell im HERA-geförderten Forschungsprojekt zu den "Alltagserfahrungen junger Geflüchteter und Asylsuchender im öffentlichen Raum" am Lehrstuhl für Kulturgeographie (Prof. Dr. Kathrin Hörschelmann) an der Universität Bonn. Im Zentrum ihres Forschungsinteresses stehen die kritische Migrationsforschung, feministische Theorie und ethnographische Methoden. https://www.geographie.uni-bonn.de/forschung/ags/ag-hoerschelmann/mitarbeiter-innen/kirndoerfer-elisabeth

Hier finden Sie die vollständige Veranstaltungsankündigung zum Download.

  DFG-Logo Urheberrecht: © DFG

 

Vorträge und Workshops

Vortrag »Empirische Rekonstruktionen im Längsschnitt« - Summer School, Universität zu Köln

Frau Prof.in Dr. Sina Mareen Köhler, RWTH Aachen
Dienstag, 21.07.20, 17.15 Uhr
Summer School qualitative Forschung, Universität zu Köln

Themenworkshop »Anerkennung als Facette von inklusiver Schulkultur und als selbstreflexiver Gegenstand inklusiver Lehrer_innenbildung« - Tagungswerkstatt Leibniz Universität Hannover

Dr. Kathrin te Poel, Universität Bielefeld und Dr. Meike Penkwitt, RWTH Aachen.
Dienstag 22.09.20, 14.30 - 17.30 Uhr.
Tagungswerkstatt 'Inklusion und Kooperation. Fallverstehen in der Lehrer*innenbildung', Leibniz Universität Hannover

Doktorandenworkshop zur dokumentarischen Methode (Zoom)

Frau Prof.in Dr. Sina Mareen Köhler, RWTH Aachen
MIttwoch 21.10.20
Finanziert und Organisiert durch GRADE - Die (Post-)Graduiertenakademie der Goethe-Universität Frankfurt.

Workshop »Learning by Video. Erklärvideos im Unterricht«

Dr. Meike Penkwitt, RWTH Aachen und Deborah Hennig, RWTH Aachen
13. November 2020, Aachener Didaktiktag RWTH Aachen
4. und 5. Dezember 2020, 5. Hildesheimer CeLeB-Tagung zur Bildungsforschung, Universität Hildesheim
6. Januar 2021, Aachener Schul-Hochschul-Fachtag, RWTH Aachen

 

Arbeitsgruppe 10: Bildungs- und Sozialisationsforschung, Jugend- und Adoleszenzforschung, Übergänge im Bildungssystem, Heterogenität, kasuistische Lehrerbildung.

Prof.in Dr. Sina Mareen Köhler, RWTH Aachen/Prof. Dr. Sven Thierch RUB
02.02.2021 24. ZSM- Methodenworkshop in Magdeburg (Zoom)