Forschungsformate

 

Der Lehrstuhl bewegt sich schwerpunktmäßig im Gebiet der qualitativen Bildungs- und Professionsforschung. Kennzeichnend für die Aachener Berufspädagogik ist, dass alle unsere Forschungsaktivitäten (Drittmittelprojekte, Dissertationen) durch vier Formate der gemeinsamen Forschungsarbeit flankiert werden, die in den wöchentlichen Arbeitsrhythmus eingebettet sind: Forschungswerkstatt, Forschungskolloquium, Methodenworkshop, Theorieworkshop.

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Forschungskolloquium

Das Forschungskolloquium zielt vorrangig darauf ab, konstruktive Impulse für die eigene Forschungsarbeit zu vermitteln. Forschungskolloquien sollen den Teilnehmenden die Möglichkeit bieten, andere Problemstellungen, Forschungskonzepte und -methoden kennenzulernen. Im Mittelpunkt steht das gemeinsame Besprechen von Forschungskonzepten, die im Zusammenhang von Dissertations-, Habilitations- oder Drittmittelprojekten erstellt werden müssen. Dabei können sowohl erste Ideen vorgestellt, aber auch spezifische Methodenprobleme diskutiert oder auch eine Dissertationsverteidigung geübt werden. Der Lehrstuhl bietet zwei solcher Forschungskolloquien an: Bei Bedarf (mind. 1/Semester) treffen sich die Promovenden/Lehrstuhlangehörigen zum internen Lehrstuhlkolloquium.

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Forschungswerkstatt

Die regelmäßige (zumeist wöchentliche) Durchführung einer Forschungswerkstatt ist ein Qualitätsstandard für qualitative Forschung. Forschungswerkstätten bestehen im Kern darin, in einer Gruppe methodisch kontrolliert am Material zu arbeiten, also zumeist an Transkripten, Bild- und Videomaterial sowie Artefakten. Forschungswerkstätten "brechen Material auf", erweitern den Blick auf die erhobenen Daten und zielen auch darauf ab, datengestützte Impulse zur Theoriegenerierung zu entwickeln.

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Methodenworkshop

Der Lehrstuhl organisiert in der Regel jedes Semester einen 1-2tätigen Forschungsworkshop, der sich mit einem Spezialthema befasst, das aktuell für die Doktorandinnen* des Lehrstuhls von besonderem Interesse ist. Hierbei werden Expertinnen* aus dem Bereich der qualitativen Bildungs- und Sozialforschung gewonnen, die in den Umgang mit spezifischen Erhebungs- oder Auswertungsmethoden einführen sollen. Beispielsweise wurde im SS 2014 von Dr. Bina Elisabeth Mohn (Berlin) eine Einführung in die Kameraethnografie durchgeführt.

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Theorieworkshop

Der Lehrstuhl organisiert wie im Falle der Methodenworkshops jedes Semester einen 1-2tägigen Theorieworkshop, der sich mit einem Thema befasst. das aktuell für die Doktorandinnen* des Lehrstuhls von besonderem Interesse ist. Hierbei werden Expertinnen* aus unterschiedlichen Theoriekontexten gewonnen, die einen, zumeist 'ihren' spezifischen Ansatz einführen sollen. Beispielsweise wurde im SS 2013 ein Workshop zur kritischen Bildungstheorie mit Prof. Dr. Ludwig Pongratz (Darmstadt) durchgeführt.

Ziel der vier Forschungsformate ist eine kontinuierliche Verbesserung der Qualität unserer Forschungsprojekte.

Im WS 2014/15 finden darüber hinaus an sechs Terminen gemeinsame Forschungstreffen (vier x Werkstatt, Kolloqium, Theorieworkshop) des Lehrstuhls mit den Lehrstühlen für Soziologie mit Schwerpunkt Gender und Technik (Prof. Dr. Tanja Paulitz) und Allgemeine Didaktik mit dem Schwerpunkt Technik- und Medienbildung (Prof. Dr. Sven Kommer) statt.

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Denkkollektiv

Das Denkkollektiv ist eine Zusammenkunft von Forschenden verschiedener Disziplinen an der Philosophischen Fakultät der RWTH Aachen University. Hauptaufgaben sind zum einen das interdisziplinäre Analysieren qualitativer Daten und das gemeinsame Räsonieren über darin entdeckte Phänomene. Thematische Bezugspunkte sind insbesondere die Gegenstandsfelder Wissen, Technik und kulturelle Praxis. Zum anderen ist das Denkkollektiv ein Kompetenzzentrum für qualitative Forschungsmethodik und Methodenausbildung. Das Denkkollektiv führt beispielsweise Methodenworkshops, Ringvorlesungen, Forschungswerkstätten und -kolloquien durch.

Das Denkkollektiv wird geleitet von Prof. Dr. Sven Kommer, Prof. Dr. Tanja Paulitz und Prof. Dr. Tim Unger.

Zentrum für qualitative Forschung an der RWTH

  • vernetzt qualitativ Forschende (insbesondere an der RWTH),
  • ist ein Kompetenzzentrum für methodische Fragen an der RWTH,
  • verfolgt neben der Anwendung auch die Weiterentwicklung qualitativer Methodik und
  • ist initiativ in der Methodenaus- und -weiterbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses.

interdisziplinäres Denkkollektiv

  • Grundprinzip ist das gemeinsame Räsonieren, Befragen und Betrachten von Forschungsgegenständen aus einer grundlagentheoretischen Perspektive.
  • Im Denkkollektiv werden qualitative Forschungsprozesse dahingehend erweitert, dass ein Raum für offenes Denken und ein interdisziplinärer Resonanzboden entsteht, der Reflexion fördert. So zielt das Denkkollektiv in interdisziplinärer Reflexivität auch stets auf die Öffnung neuer Betrachtungs- und Handlungsmöglichkeiten als Grundlage zukünftiger innovativer Gestaltung von Welt. Neuheit versteht sich als produktive Verschiebung des Blicks.

Wissen. Technik. Kulturelle Praxis

  • Zentrale Gegenstandsfelder beziehen sich aus der breit angelegten Trias Wissen, Technik und kultureller Praxis als thematische Dachkonstruktion. Dies beinhaltet den spezifischen Fokus auf moderne Gesellschaft und Kultur als tiefgreifend und untrennbar mit naturwissenschaftlich-technische Wissens- und Praxisordnungen verwoben.
  • Besondere Forschungsinteressen richten sich auf die Wissenskulturen und -prozesse des Lernens, des wissenschaftlichen Erkennens, technischen Gestaltens und der professionellen Praxis. Diese werden grundlagenbezogen auf ihre subjektive, soziale und kulturelle Dimension analysiert.

www.denkkollektiv.de